Nachrichten schreiben
Nachrichten informieren schnell und sachlich über etwas Neues. Sie sind das Herzstück jeder Schülerzeitung – vor allem im digitalen Format.
1. Was ist eine Nachricht?
Eine Nachricht beantwortet kurz und sachlich: Was ist passiert? und warum ist das wichtig? Sie ist nicht dazu da, deine Meinung ausführlich zu erklären, sondern Fakten verständlich darzustellen.
- aktuell – es geht um etwas, das vor Kurzem passiert ist oder bald passiert
- relevant – es betrifft eure Schule, eure Stadt oder eure Zielgruppe
- sachlich – keine Beleidigungen, keine Übertreibungen
2. Die W-Fragen – das Fundament jeder Nachricht
Fast alle Nachrichten lassen sich mit den klassischen W-Fragen aufbauen:
- Wer … war beteiligt?
- Was … ist passiert?
- Wann … ist es passiert?
- Wo … ist es passiert?
- Warum … ist es passiert / war es wichtig?
- Wie … ist es abgelaufen?
- Welche Folgen … hat das Ganze?
In einer guten Online-Nachricht kommen diese Infos möglichst früh vor – oft schon in den ersten ein bis zwei Absätzen.
3. Aufbau einer Nachricht
Ein typischer Aufbau könnte so aussehen:
-
Überschrift (Headline)
Fasst das Wichtigste knapp zusammen und macht neugierig. -
Lead (Einstiegssatz oder kurzer Absatz)
Beantwortet die wichtigsten W-Fragen. Leser:innen wissen sofort, worum es geht. -
Hauptteil
Liefert Details, Hintergründe, Zahlen und, wenn nötig, kurze Zitate. -
Zusatzinformationen
Ausblick, weitere Schritte, Verweise auf andere Inhalte (z. B. „Mehr dazu im Interview …“).
4. Sprache in Nachrichten
Nachrichten in einer Schülerzeitung sollten:
- klar sein – kurze Sätze, einfache Struktur
- neutral sein – keine Übertreibungen wie „mega schlimm“ oder „total dumm“
- verständlich sein – Fachbegriffe kurz erklären oder ganz vermeiden
Meinung ist nicht verboten – aber sie gehört in Kommentare, nicht in die Nachricht.
5. Typische Fehler – und wie du sie vermeidest
- Zu spät zur Sache kommen: Wenn man erst im dritten Absatz versteht, worum es geht, steigen viele vorher aus. → Wichtiges nach vorne!
- Zu viele Details: Alles reinzustopfen macht den Text unübersichtlich. → Nur das, was hilft, die Situation zu verstehen.
- Gefärbte Sprache: „Mega nervig“, „total lächerlich“ … → In Nachrichten lieber sachlich bleiben.
6. Mini-Checkliste vor dem Veröffentlichen
Bevor ihr eine Nachricht online stellt, könnt ihr kurz prüfen:
- Sind die wichtigsten W-Fragen beantwortet?
- Ist klar, warum das Thema für unsere Leser:innen relevant ist?
- Haben wir Datum, Namen und Zahlen richtig geschrieben?
- Ist der Text sachlich oder rutscht er in Meinung ab?